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Kostenfreie Materialien, Vorlagen und Anleitungen

Hier können Sie sich die Methodenbox zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von lokalen Veranstaltungen herunterladen. 


1. Vorbereitung einer Veranstaltung

Veränderungen benötigen Zeit und Energie. Wir erreichen sie nicht auf Knopfdruck. Es gibt keinen Schalter „Unser Dorf soll schöner werden“ und alles wandelt sich. Nicht alle Menschen haben den Mut, die Entschlossenheit und die Tatkraft, sich für Veränderungen einzusetzen. Andere glauben nicht daran, dass man etwas bewirken kann. 
Initiatoren neigen oft dazu, immer wieder die gleichen Leute anzusprechen, weil sie mit jenen schon positive Erfahrungen gemacht haben. Aber in vielen Fällen sind Menschen nicht aktiv, weil sie nicht gefragt oder eingebunden werden. Und dann stellt sich in der Praxis heraus, dass diese Mitbürger:innen unerwartet tolle Ideen haben und sich als Teil der Gemeinschaft einbringen möchten.  

Wichtig in einem solchen Prozess ist die Überzeugung, dass das Engagement jedes Einzelnen wichtig ist und anerkannt wird. Denn wenn Menschen ein Anliegen aus ihrer Sicht mitgestalten dürfen, dann tragen sie es auch mit. 

Ziel der Vorbereitungsphase ist es, aktive und interessierte Menschen zu gewinnen, die gemeinsam ein Problem in ihrem dörflichen Umfeld lösen möchten. Durch die gemeinsame Entwicklung von Lösungsideen, durch aktives Zusammenwirken und durch die Einbindung weiterer Akteure entsteht eine Initiative, die Veränderungen bewirken kann. Wie man Mitbürger im Ort, für Ideen begeistert und mobilisiert, wird Schritt für Schritt in diesem Teil der Methodenbox Dorfentwicklung beschrieben.  

Die Vorbereitungsphase ist in vier Schritte unterteilt:

1. Idee finden, Mitstreiter:innen suchen
2. Unterstützer:innen finden
3. Öffentlichkeit schaffen
4. Eine Veranstaltung organisiseren

An einem fiktiven Beispiel werden die Vor- und Nachbereitungsphase einer Veranstaltung anschaulich dargestellt: 

“In der Gemeinde B. wurde der Jugendclub geschlossen. Die Jugendlichen aus der Gemeinde nutzen seit Monaten die stillgelegte Bushaltestelle als Treffpunkt. Die Anwohner sind genervt vom abendlichen Gesprächs-”Lärm”. 

"In B. wohnen 900 Menschen, 80% leben schon immer dort, 20% sind zugezogen. Im Ort gibt es einen Laden und eine Gaststätte mit einem Raum für Familienfeiern. Es gibt einen gewählten Ortsvorstand. Der nächstgrößere Ort A. hat 3.000 Einwohner und ist 10 km entfernt. Der öffentliche Nahverkehr ist stillgelegt.” 


2. Durchführung der Zukunftswerkstatt

Als konkretes Beispiel für eine Veranstaltung, die der Dorfentwicklung dienen soll, wird hier die Vorbereitung und Durchführung einer Zukunftswerkstatt dargestellt. Sie hat sich in kommunalen Projekten seit ihrer Einführung durch Robert Jungk in den Siebzigerjahren bewährt und entwickelt. Zwecks zielorientierter Umsetzung beinhaltet sie zusätzliche Elemente der Innovationsmethode Design Thinking und Kreativitätstechniken.    


3. Nachbereitung einer Veranstaltung

Nach der Veranstaltung ist es wichtig, rasch mit der Auswertung der Veranstaltung und den nächsten Schritten zu beginnen. Die Motivation zur Umsetzung ist am größten, solange die gemeinsame Erfahrung und die Ergebnisse allen Beteiligten noch in guter Erinnerung sind und die Beteiligten von einer positiven Aufbruchstimmung getragen werden. 

In der Nachbereitungsphase werden die Ergebnisse aus der Veranstaltung gesichert und die beschlossenen, zielorientierten Maßnahmen begleitet. Die Initiator*innen sollten nicht zögern, sich direkt nach der Veranstaltung an ihre Mitstreiter:innen zu wenden. Allen Beteiligten sollte die Wichtigkeit ihres eigenen Beitrags für den Gesamterfolg des Vorhabens dargestellt werden. Die Herausforderung in der Nachbereitungsphase besteht darin, das Thema weiter präsent und das Interesse aller Beteiligten aufrecht zu erhalten.   

Eine kleine Gruppe stellt ggf. den (gewählten) Entscheider:innen und der Verwaltung die Ergebnisse vor und es wird ein Umsetzungsplan (Nutzen, Kosten, Zeitaufwand) erstellt. Die Gemeindeöffentlichkeit wird über den weiteren Verlauf informiert, Zwischenergebnisse werden berichtet und in der Projektgruppe diskutiert.  

Nach einer ersten Verschnaufpause kann die nächste Herausforderung im Themenfeld anvisiert werden, die Vorbereitung der zweiten Veranstaltung, ev. einer zweiten Zukunftswerkstatt, beginnt. Die Erfahrungen des ersten Durchgangs erleichtern die Arbeit nun in hohem Maße und die Beteiligten erfahren sich selbst zunehmend als Profis mit hoher Selbstwirksamkeit. 

Die Nachbereitungsphase ist in drei Schritte unterteilt:

1. Ergebnisse der Veranstaltung sichern und zur Verfügung stellen
2. Auswertung der Veranstaltung durch die Initiatoren 
3. Veränderungen durchsetzen 


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Nicole Schwarz (Veran­staltungs- und Teilnehmer-
­management, Work­shops)
Mail: n.schwarz@socialimpact.eu

Uwe Birkel (Konzept, Beratung, Workshops)
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